Ski-Alpin
 

 
Alpiner Skilauf
 
 
Kategorie Sehbehindert mit 3 Klassen

-  Klasse B1: Total Sehbehindert
-  Klasse B2: Sehbehindert wenig Restsehvermögen
-  Klasse B3: Sehbehindert mehr Restsehvermögen


Foto: DRS

Eine visuelle Beeinträchtigung, egal ob schlecht sehend oder voll-
blind, ist weiters kein Problem, wenn es um Skifahren geht. Ski-
fahren mit Blinden, vor einigen Jahrzehnten in Österreich "erfunden",
wird heute in fast allen Ländern mit Wintersportmöglichkeiten, durch-
geführt. Der wohl wichtigste Faktor für den Blinden ist dabei der so
genannte Begleitläufer. Diese Person fährt unmittelbar vor dem
Blinden und muss diesem verbal alle Informationen liefern. Um der
Gefahr entgegenzuwirken, dass ein blinder Skiläufer einen Hinweis
des Begleitläufers, aufgrund verschiedener anderer akustischer
Wahrnehmungen, nicht oder falsch hört, gibt es technische Hilfen,
wie Megaphon oder Funkanlagen. Funkanlagen werden in erster
Linie im Rennsport verwendet, wobei der Sender bzw. der Empfänger
im jeweiligen Helm eingebaut ist. Auf alle Fälle ist es unumgänglich,
dass der Abstand zwischen dem Begleitläufer und dem Blinden auf
ein Minimum gehalten wird. Im Besonderen bei nicht völlig blinden
Skiläufern, die dem Begleitläufer audiovisuell folgen.Wie im Straßen-
verkehr ist auch auf der Skipiste eine Kennzeichnung des blinden
Sportlers unbedingt erforderlich. Durch den sogenannten "Maikäfer"
(drei schwarze Punkte auf gelbem Grund) ist der blinde Skifahrer von
jeglichem Pistenbenützer als solcher erkennbar.


Foto: Andrea Rothfuss
 
Kategorie Stehend mit 8 Klassen
-  Klasse LW1: Doppel-Oberschenkelamputiert
-  Klasse LW2: Einseitig-Oberschenkelamputiert - Krückenskiläufer
-  Klasse LW3:
   -  LW 3/1: Doppel-Unterschenkelamputiert
   -  oder inkomplette Querschnittlähmung
   -  LW 3/2: Cerebralparese
-  Klasse LW4: Einseitig-Unterschenkelamputiert - Prothesen-
   skiläufer
-  Klasse LW5/7: Behinderung an beiden oberen Extremitäten
-  Klasse LW6/8: Behinderung an einer oberen Extremität - Einstock-
   fahrer
-  Klasse LW 9:
-  LW9/1: Armbeh. und Oberschenkelamputiert oder schwere bis
   mäßige Hemiplegie
-  LW9/2: Armbeh. und Unterschenkelamputiert oder leichte Hemiplegie


Foto: Gerd Schönfelder

Die Kategorie der Stehenden, also der Amputierten an Armen und/ oder
Beinen, wird in die acht Klassen LW1 bis LW9/2 (Locomotor Winter)
aufgeteilt. Diese Behinderten fahren entweder auf einem Ski und mit
zwei Skikrücken, oder Unterschenkelamputierte mit einer Gelenk-
prothese auf zwei Skis. Amputierte an den Armen fahren mit zwei Skis
und einem oder gar keinem Skistock.
 
Kategorie Sitzend mit 4 Klassen
-  Klasse LW10:
-  Klasse LW10/1: Monoskiläufer (ohne Rumpfmuskulatur)
-  Klasse LW10/2: Monoskiläufer (wenig Rumpfmuskulatur)
-  Klasse LW11: Monoskiläufer (mit Rumpfmuskulatur)
-  Klasse LW12:
-  Klasse LW12/1: Monoskiläufer (niedere inkomplette Quer-
   schnittlähmung)
-  Klasse LW12/2: Monoskiläufer ( Doppeloberschenkelamputiert)


Foto: Martin Braxenthaler

Die Kategorie der Sitzenden mit den vier Klassen LW10 bis LW12/2,
also der Paraplegiker und Doppelbeinamputierten, fahren mit dem so
genannten Skibob auf einer gefederten Sitzschale und mit zwei
kurzen Skikrücken.


Weitere Infos:

www.skiteam-alpin.de

www.ipc-alpineskiing.org
www.mono-ski.org
www.ski-online.de



Gehörlose / Geistig Behinderte
Die Gehörlosen, welche Gleichgewichtsstörungen haben und ihre
Umgebung nicht richtig wahrnehmen können, führen aus historischen
und organisatorischen Gründen eigene Wettkämpfe durch. Die geistig
Behinderten haben ebenfalls ihre eigenständige Organisation und ver-
anstalten die so genannten „Special Olympics“.


Weitere Infos:
www.specialolympics.de
 

 
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