Ski-Alpin
 


 
Alpiner Skilauf

       

Technische Disziplinen

Kategorie Sehbehindert mit 3 Klassen

-  Klasse B1: Total Sehbehindert
-  Klasse B2: Sehbehindert wenig Restsehvermögen
-  Klasse B3: Sehbehindert mehr Restsehvermögen

 
 
Eine visuelle Beeinträchtigung, egal ob schlecht sehend oder vollblind, ist weiters kein Problem, wenn es um Skifahren geht. Skifahren mit Blinden, vor einigen Jahrzehnten in Österreich "erfunden", wird heute in fast allen Ländern mit Wintersportmöglichkeiten, durchgeführt.

Der wohl wichtigste Faktor für den Blinden ist dabei der so genannte Begleit-läufer. Diese Person fährt unmittelbar vor dem Blinden und muss diesem verbal alle Informationen liefern. Um der Gefahr entgegenzuwirken, dass ein blinder Skiläufer einen Hinweis des Begleitläufers, aufgrund verschiedener anderer akustischer Wahrnehmungen, nicht oder falsch hört, gibt es technische Hilfen, wie Megaphon oder Funkanlagen. Funkanlagen werden in erster Linie im Rennsport verwendet, wobei der Sender bzw. der Empfänger
im jeweiligen Helm eingebaut ist.

Auf alle Fälle ist es unumgänglich, dass der Abstand zwischen dem Begleit-läufer und dem Blinden auf ein Minimum gehalten wird. Im Besonderen bei nicht völlig blinden Skiläufern, die dem Begleitläufer audiovisuell folgen.Wie im Straßenverkehr ist auch auf der Skipiste eine Kennzeichnung des blinden
Sportlers unbedingt erforderlich. Durch den sogenannten "Maikäfer" (drei schwarze Punkte auf gelbem Grund) ist der blinde Skifahrer von jeglichem Pistenbenützer als solcher erkennbar.

Die Kategorie der Stehenden, also der Amputierten an Armen und/ oder
Beinen, wird in die acht Klassen LW1 bis LW9/2 (Locomotor Winter)
aufgeteilt. Diese Behinderten fahren entweder auf einem Ski und mit
zwei Skikrücken, oder Unterschenkelamputierte mit einer Gelenk-
prothese auf zwei Skis. Amputierte an den Armen fahren mit zwei Skis
und einem oder gar keinem Skistock.

 

Die Kategorie der Sitzenden mit den vier Klassen LW10 bis LW12/2, also der Paraplegiker und Doppelbeinamputierten, fahren mit dem so genannten Ski-bob auf einer gefederten Sitzschale und mit zwei kurzen Skikrücken.

 

Gehörlose / Geistig Behinderte
 

Die Gehörlosen, welche Gleichgewichtsstörungen haben und ihre Umgebung nicht richtig wahrnehmen können, führen aus historischen  und organisatorischen Gründen eigene Wettkämpfe durch. Die geistig Behinderten haben ebenfalls ihre eigenständige Organisation und ver-anstalten die so genannten „Special Olympics“. 

Weitere Infos:
www.skiteam-alpin.de

www.ipc-alpineskiing.org
www.mono-ski.org
www.ski-online.de

www.specialolympics.de
 
Foto:
DR
Andrea Rothfuss
Gerd Schönfelder
Martin Braxenthaler
  
 
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